Neuer Berufsauftrag in der Volkschule schafft Unruhe

Jahresarbeizeit Lehrer TAEin Artikel im Tages-Anzeiger zeigt anschaulich welche Fragen in der Diskussion in der Neudefinition des Berufsauftrages im Unterricht für eine Rolle spielen. Interessanterweise gibt es schon seit langem Hinweise, dass die angenommenen Arbeitszeiten bei den Lehrpersonen der Volksschule zu tief bemessen sind. Studien und Arbeitszeiterfassungen sind hier anscheinend nur bedingt tauglich: Was nicht wahr sein darf, ist einfach nicht wahr…

 

Immerhin: Der momentan laufende Berufsauftrag in der Volksschule wird 2019 noch einmal evaluiert. Das heisst es gibt noch Raum für Nachbesserungen. Momentan erfassen darum die Volksschulehrer-/innen ihre Arbeitszeiten.

 

Recht erstaunlich scheint, dass diese neuen Vorgaben keine echte Einheitlichkeit ergeben. Der Aufwand für den Unterricht ist zwar überall auf den gleichen Wert fixiert, aber es gibt in jeder Gemeinde andere Regelungen für Nebentätigkeiten. Man kann also nicht von einem Berufstrag sprechen sondern eher von Berufsaufträgen. Die Fixierung der Jahresarbeitszeit im Bereich Unterricht ist für diejenigen Lehrkräfte ein Nachteil, die mehr arbeiten als der Richtwert vorgibt. Sie haben nur die Möglichkeit ihren Arbeitaufwand zu "drosseln" oder unbezahlt zu arbeiten. Vor allem Klassenlehrperson, die voll in der Verantwortung stehen, sind hier im Nachteil. Daneben steht vor allem die deutliche Schlechterstellung von älteren Lehrpersonen in der Kritik.

 

Nicht zu unterschätzen ist auch die Psychologie: Das momentane "Abzählen" der Arbeitsstunden als "Beweisführung" dafür, dass man genug arbeitet, kann wie eine Kontrolle wirken. Ämter, Schulleitungen  und Schulpflegen sollten deshalb sorgfältig kommunizieren um ihre Leute an der Front nicht zu verprellen. Es wäre auch total absurd, wenn die jetzige Arbeitszeiterfassung höhere Jahresarbeitszeiten ergibt und das System dann nicht angepasst wird, weil die Politik kein zusätzliches Geld ausgeben will. Diese Art von Leerlauf wäre Gift für die Moral der Lehrerinnen und Lehrer. 

 

Artikel Tages-Anzeiger   / Artikel - pdf

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